Ritt auf der Rasierklinge

Auch beim zweiten Spieltag der Regionalliga Westfalen in Lotte konnte sich die Torfabrik nicht aus dem Tabellenkeller berfreien. Statt sich am eigenen Schopf aus dem Abstiegssumpf zu ziehen, ist die Torfabrik dank ihrer skurrilen Abschlussschwäche auf einen Abstiegsplatz abgerutscht. 

 

Die Torfabrikanten präsentierten sich beim 2.Spieltag der Regionalliga Westfalen gegenüber ihren ersten Auftritten spielerisch und kämpferisch stark verbessert. Das war auch bitter nötig und unser Team wusste um die Bedeutung der Aufeinandertreffen mit den direkten Konkurrenten aus dem Tabellenkeller. Wichtige Unterstützung fand die Torfabrik dabei durch zahlreiche Fans, Freunde und Familienmitglieder, die die Mannschaft mit dem eingesetzten Fanbus begleiteten.

 

So war die Torfabrik auch gleich zu Beginn voll auf der Höhe und besiegte den Tabellenletzten aus Bad Oeynhausen klar und deutlich mit 4:0. Mevi, Glomb und Dumke (2) durften sich in die Torschützenliste eintragen. Offensiv wie defensiv zeigte sich die Torfabrik enorm entschlossen.

 

Das nächste Match bestritt man gegen das Team von Westfalenfleiß Münster, ebenfalls ein Kellerkind der diesjährigen Regionalligasaison. Wieder warfen gut aufgelegte Torfabrikanten alles in die Waagschale, standen gut und ließen den Münsteranern wenig Raum zur Entfaltung. Beide Team neutralisierten sich weitesgehend und es entwickelte sich ein typisches 0:0-Spiel. Bis kurz vor Schluss - da kam Westfalenfleiß noch mal vor das Mescheder Tor. Und traf. Das Spiel endete plötzlich mit 0:1. Gegen den direkten Konkurrenten. Schöne Scheiße.

 

Die verlorenen drei Punkte wollte und musste man sich nun im nächsten Spiel gegen die Mannschaft aus Ledde wiederholen. Die Ledder Werkstätten hatten die drei vorherigen Spiele verloren und bekamen es nun mit der Wut der Torfabrikanten zu tun. Die taktischen Anweisungen wurden hervorragend umgesetzt, die Torfabrik spielte hochaggressives Pressing und nahm die Ledder Verteidigung ein ums andere Mal sehenswert auseinander. Ledde kam nicht über die Mittellinie hinaus. Die Torfabrikanten erspielten sich ein sattes Dutzend hundertprozentiger Chancen - und vergaben sie allesamt kläglich. Oder sie scheiterten am hervorragenden Ledder Keeper. Wiederum kurz vor Spielende rutschte ein einziger Ball durch die sonst aufmerksame Mescheder Defensive, ein einziger Konter, ein einziger Schuss, ein einziges Tor. Das Spiel endet ebenfalls 0:1. Die totale Apokalypse.

 

Statt zu Ledde aufzuschließen und die Münsterländer mit in den Abstiegsstrudel zu ziehen, verlor die Torfabrik weiter an Boden. Während die direkten Konkurrenten in ihren übrigen Spielen weiter punkten konnten, verlor unser Team auch das letzte Match gegen die Überfliegermannschaft aus Minden deutlich mit 0:5. Die Torfabrik ist trotz guter Leistung auf einen Abstiegsplatz abgerutscht und hat nun sogar vier Punkte Rückstand auf den rettenden 6.Tabellenplatz. Eine Vollkatastrophe. Besonders bitter, weil Einsatz und Leistung absolut stimmten.

 

Der letzte Spieltag in Meschede am 24.September wird für die Torfabrik nun zu einem Ritt auf der Rasierklinge. Entweder steigt die Torfabrik tragisch ab - oder sie schafft vor heimischen Publikum ein Fußballwunder. Schon jetzt sei gesagt: WIR ZÄHLEN AUF EURE UNTERSTÜTZUNG!

Aufgeben kommt nicht in Frage. Was Mut macht, ist der Charakter unserer Truppe, der Heimvorteil im Mescheder Dünnefeldstadion und die Tatsache, dass die Torfabrik am letzten Spieltag noch sechs Partien zu absolvieren hat. Am 24.September ist Highnoon auf dem Dünnefeld.