Das nächste Kapitel in einem ungewöhnlichen Fußballmärchen: Trainer und Fans machen aus der Torfabrik ein gemeinnütziges Unternehmen. Die fulminante Gründungszeremonie fand in der rappelvollen Rockkneipe "Tröte" statt. Die Torfabrik hat nun eine eigene Geschäftsführung, einen Aufsichtsrat und endlich auch eine würdige Vereinshymne. Dazu wurde erstmals auch der "Torfabrik-Friedenspreis" verliehen. Die Fußballwelt wundert sich - völlig zurecht.
Was 1998 als Fußball-AG eines Behindertenwohnheims begann, ist längst zu einem "eigentlich ganz normalen Fußballverein" geworden. Im Zeichen des Fußballs bringt die Torfabrik Meschede seit jeher viele verschiedene Menschen zusammen. Besonders für die Spielerinnen und Spieler ist sie von beeindruckender Wichtigkeit.
Obwohl sie es nie war, wird die Torfabrik Meschede schon lange als eigenständige Institution wahrgenommen. Die Ehrung als Verein des Jahres, der Erhalt des Sportsozialpreises, die Ehrenamtsauszeichnung der Stadt Meschede, aber auch Treffen mit DFB-Präsident Neuendorf und Ministerpräsident Wüst zeugen davon. „Die Torfabrik Meschede ist ein landesweit herausragendes Beispiel für gelungene Inklusion“, sagte unser Landesvater bei seinem Trainingsbesuch im letzten Jahr - und verschoss vor Begeisterung gleich drei Elfmeter.
Nach 28 Jahren in der Trägerschaft verschiedener Einrichtungen der Behindertenhilfe haben sich nun Trainer und Fans zusammengetan und machen aus der Torfabrik Meschede eine eigenständige und gemeinnützige Organisation. Gemeinsam gründen sie eine inklusive Fußballfirma und führen diese ehrenamtlich. Ihr Auftrag lautet, inklusive Begegnungen zu schaffen, Teilhabe zu fördern und das Leben von Menschen mit Behinderungen zu bereichern.
Aus einer Fußballmannschaft für Menschen mit Behinderungen ein gemeinnütziges Unternehmen zu machen, dessen Ziel es ist, sein einziges Produkt - das inklusive Fußballspielen - kostenlos zu verschenken, mag ungewöhnlich erscheinen. Ist es wohl auch. Wahrscheinlich hat das vor uns aber auch noch niemand versucht.
Doch es wird noch wilder. Wie es in einem Weltkonzern üblich ist, bekommt auch die Torfabrik Meschede gemeinnützige Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) einen Aufsichtsrat verpasst. Diesen Aufsichtsrat bilden natürlich die Spielerinnen und Spieler selbst. Damit gehört die Torfabrik nun Mannschaft, Trainern und Fans gleichermaßen. Kein Oligarch, kein Ölscheich, kein Börsenunternehmen, sondern ein spannendes Teilhabeprojekt und eine augenzwinkernde Antithese zum modernen Fußballgeschäft.
Wir schmeißen bürgerschaftliches Engagement, soziale Arbeit und Inklusion in einen Topf, feuern das Ganze mit Fußballbegeisterung an, würzen es mit Humor und Aktivismus, rühren dreimal kräftig um... und haben das Ganze der Weltöffentlichkeit am 29.April 2026 in einer fulminanten Gründungszeremonie präsentiert. Was für ein wilder Abend!
Danke an Jake & The Jukeboxguys für die hammerharte Vereinshymne 🎸🥁 und Glückwunsch zum Torfabrik-Friedenspreis! 🏆🕊️
Danke an die Tröte, dass wir euch den Laden auf den Kopf stellen durften! 🎺🍻
Danke an die Schüler*innen und Lehrer*innen des Städtischen Gymnasiums für den Support! 👨🏫👌
Danke an unseren Lokalrivalen TuS Sundern 3 für das faire Miteinander! 🤼👌
Danke an alle Eltern und Unterstützer*innen, die uns schon seit so vielen Jahren begleiten! 🫶👨👩👧👦
Danke an unsere Spieler*innen für ihre Fußballleidenschaft, die uns trägt und immer wieder anspornt! ⚽💥
Danke an die sechs Gesellschafter, die sich auf das Abenteuer eingelassen haben, aus der Torfabrik eine "inklusive Fußballfirma" und ein außergewöhnliches Teilhabeprojekt zu machen. ✍️
Glückwunsch an Peter, Lars, Daniel, Daniel, Kimberly und Lena zur Wahl in den Torfabrik-Aufsichtsrat! 📈🥂
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